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Was versteht man unter Acne Inversa?
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Mi 23 Dez 2009 - 19:56
Wolfgang41
Was ist Akne Inversa
Was versteht man unter Akne inversa?Für die Akne inversa existieren eine Reihe von unterschiedlichen Fachbegriffen (u.a. Hidradenitis suppurativa,Pyodermiafistulanssignifica), die eine knotig-entzündliche Erkrankung der Haarwurzelausführungsgänge und der Talgdrüsen bezeichnen. Die Akne Inversa tritt im Gegensatz zur "normalen" Akne außerhalb des Gesichtes, insbesondere in den Achseln und Leisten, der Genitalregion und Pofalte auf, seltener können auch Bauch- und Brustfalten betroffen sein.Was sind die Ursachen der Akne inversa?Die genauen krankheitsauslösenden Prozesse der Akneinversa sind noch nicht abschließend geklärt. Man weiß jedoch, dass es durch bestimmte prädisponierende Faktoren wie z.B. Rauchen und Übergewicht in Zusammenhang mit der persönlichen Veranlagung zu Entzündungen der Haarwurzelausführungsgänge und der Talgdrüsen kommt, die sekundär auch die benachbarten Schweiß- und Duftdrüsen betreffen können. Charakteristischerweise verschmelzen mehrere benachbarte Entzündungshöhlräume miteinander zu fuchsbauartigen Gängen (Fisteln), die im Laufe der Zeit vollständig von Hautdeckzellen ausgekleidet werden und großflächig unter die Haut, ins Unterhautfettgewebe und bis in das Muskelgewebe vordringen können.Frauen sind etwa dreimal so häufig wie Männer betroffen, der Verlauf ist häufig sehr chronisch.Welche Erscheinungsformen gibt es?Das Erscheinungsbild ist häufig von tiefen, schmerzhaften, entzündeten und stark eiternden Knoten geprägt. Durch Verschmelzung mehrer Knoten entstehen große Abszessareale und Fistelgänge. Einzelne Arealeheilen ab, neue kommen hinzu. Unter einer konservativen medikamentösen oder lokaltherapeutischen Behandlung schreitet die Erkrankung in den meisten Fällen langsam fort, es entstehen verdickte und wuchernde Narben, die durch Schrumpfung zu Bewegungseinschränkungen führen können.Die Erkrankung führt meist aufgrund der Chronizität zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität sowie aufgrund der Freisetzung von teils übel riechendem Sekret oder Eiter zu hygienischen Problemen und /oder einer sozialen Isolation der Betroffenen.Wie wird die Akne inversa behandelt?Die bei der Akne vulgaris eingesetzten Medikamente helfen bei der Akne Inversa nicht. Allenfalls kann der Einsatz von Isotretinoin Tabletten die Entzündungen eindämmen.Entscheidend ist die Operation. Ein chirurgisches Eröffnen der Knoten kann nur eine kurzfristige Erleichterung im Sinne einer Schmerzreduktion bewirken. Eine Heilung kann nur durch eine vollständige Entfernung des gesamten betroffenen Areals erreicht werden.Kleine Defekte verschließt man dabei primär, jedoch werden in der Regel alle größeren Defekte offen gelassen und heilen langsam durch eine entsprechende Wundtherapie sekundär ab. Hierbei treten bis auf gelegentliche Wundinfektionen oder schrumpfungsbedingte Bewegungseinschränkungen verhältnismäßig wenig Komplikationen auf.Die stationäre Behandlungsphase dauert in der Regel je nach Ausdehnung des betroffenen Areals 7-10 Tage. In dieser Zeit lernen die Patienten oder ihre Angehörigen die täglichen Verbandswechsel selbstständig durchzuführen. Die Arbeitsunfähigkeit richtet sich ebenfalls nach dem Ausmaß der Operation, zusätzlich müssen allerdings noch die körperlichen und hygienischen Belastungen am Arbeitsplatz berücksichtigt werden. Die Patienten sind in der Regel 2-8 Wochen nicht arbeitsfähig.Nach einer radikalen Operation sind über 90% der Patienten beschwerdefrei, allerdings können natürlich neue Veränderungen in nicht operierten Arealen auftreten, die einen erneuten Eingriff erforderlich machen.Was können betroffene Patienten selbst tun?Rauchen und Übergewicht begünstigen eine Akne Inversa. Körperhygiene, desinfizierende Waschungen oder Sitzbäder können die oberflächliche bakterielle Besiedlung reduzieren aber im Großen und Ganzen gibt es keinen Erfolg versprechenden konservativen Therapieansatz, so dass eigentlich nur empfohlen werden kann, nicht zulange mit einer Operation zu warten.Vielen Dank an Herrn PD Dr. med. H. Stege von der Hautklinik des Klinikums Lippe-Detmold für die Bereitstellung des Textes.Quelle: Klinikum Lippe GmbH ©2005 Klinikum Lippe GmbH
Moderator: Wolfgang41
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Wolfgang41
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